Ohne saubere Daten beschleunigt KI nur den Fehler
Der blinde Fleck in fast jedem KI-Gespräch: die Datengrundlage wird vorausgesetzt statt geprüft.
In Gesprächen über KI wird über Modelle, Werkzeuge und Anbieter geredet. Die Frage, auf welchen Daten das Ganze eigentlich arbeiten soll, kommt selten und meistens zu spät. Dabei entscheidet sie, ob ein Projekt trägt.
Der typische Verlauf
Ein Assistent soll auf den eigenen Unterlagen antworten. Beim Einrichten stellt sich heraus: es gibt drei Ablagen, zwei davon widersprechen sich, und in einer stehen Preise von 2023.
Der Assistent antwortet dann genau so. Er ist nicht schlecht gebaut, er ist präzise. Er gibt wieder, was da ist, nur schneller und mit mehr Selbstvertrauen als der Kollege, der wenigstens gesagt hätte, dass er sich nicht sicher ist.
Drei Prüfungen vor dem Projekt
Gibt es eine Quelle, die gilt. Nicht drei, die alle ein bisschen recht haben, sondern für jedes Feld eine, die im Konflikt gewinnt. Diese Frage klingt banal und ist der häufigste Grund, warum Synchronisationen irgendwann falsche Daten verteilen.
Ist erkennbar, wann etwas veraltet ist. Ein Dokument ohne Datum und ohne Verantwortlichen ist in zwei Jahren ein Risiko.
Darf das überhaupt jeder sehen. Ein Wissensassistent ohne übernommene Rechte ist kein Werkzeug, sondern ein Datenleck mit guter Suchfunktion.
Was das nicht heißt
Es heißt nicht, dass erst alle Daten sauber sein müssen, bevor irgendetwas passieren darf. Auf dieses Projekt wartet man ewig, und es wird nie fertig.
Es heißt: für den einen Ablauf, den ihr zuerst automatisiert, müssen die Daten stimmen. Ein Ablauf, ein Datenbereich, ein sauberer Stand. Danach der nächste.
Genau deshalb fangen wir mit einem Prozess an und nicht mit einer Gesamtstrategie. Der erste Ablauf zeigt in vier Wochen ehrlich, wie es um die Datenlage steht. Ein Strategiepapier zeigt das in vier Monaten nicht.
Kurz gesagt
Vor dem Werkzeug die Datengrundlage prüfen, aber nur für den Ablauf, der zuerst dran ist. Alles andere wird ein Projekt, das nie beginnt.
Welcher Ablauf kostet euch jede Woche Zeit?
Dreißig Minuten, ohne Kosten. Danach weißt du, ob es sich rechnet.